Wie Sie Wissensmanagement einführen

Wenn Sie Wissensmanagement einführen wollen, gibt es aus unserer Erfahrung heraus keinen „Königsweg“ in der Umsetzung. Es gibt auch keine pauschalen Lösungsansätze, sondern sie erfordert eine individuelle Beratung. Dies hat im Wesentlichen drei Hauptursachen:

© picjumbo.com, Wissensmanagement einführen

Erstens ist Wissensmanagement ein sehr breites Feld, das in der Praxis fließende Übergänge zu anderen Management-Disziplinen hat (z.B. zu Prozessmanagement, hier insb. Prozessoptimierung bzw. Geschäftsprozessoptimierung, Personalmanagement, Informationsmanagement, Dokumentenmanagement, Organisationsentwicklung). Die komplette Breite des Themas sofort zu überblicken ist in der Praxis kaum möglich und der „Wust an Informationen“ schreckt zusätzlich ab und lässt das ganze Thema schwammig wirken. Hinzu kommt, dass sehr viele Informationsquellen der theoretischen bzw. akademischen Sichtweise näher sind, als der Praxis mit sinnvollen Tipps und Empfehlungen zur Umsetzung.

Zweitens versteht jeder Kunde etwas anderes unter Wissensmanagement und Informationsmanagement. Je nachdem mit wem wir sprechen: Personalabteilung, Organisationsabteilung, IT-Abteilung, Geschäftsführung – die Sichtweisen zu dem Thema unterscheiden sich und erfordert in der Wissensmanagement-Beratung ein eigenes Verständnis für die jeweilige Perspektive bzw. den Ansprechpartner und seine drängendsten Probleme.

Drittens sind die Herausforderungen jedes Kunden individuell. Es gibt sehr wohl häufige Überschneidungen oder gleiche Tendenzen bei aktuellen Problemen (z.B. demografischer Wandel, Zusammenarbeit, schlecht genutzte Informationssysteme, Informationsflut, Optimierung von Geschäftsprozessen), die Ausprägungen und Rahmenbedingungen sind jedoch unterschiedlich und erfordern individuelle Lösungen.

Hier finden Sie noch viel mehr Informationen zum Thema Wissensmanagement im Unternehmen.

Wie Sie Wissensmanagement einführen sollten

Während es also in der Umsetzung diesen einen „Königsweg“ nicht geben kann, gibt es sehr wohl ein bewährtes Vorgehen, wenn Sie Wissensmanagement einführen. Am besten gehen Sie in diesen 4 Schritten vor:

© 3 Perspektiven GmbH, Wissensmanagement einführen

© 3 Perspektiven GmbH, Wissensmanagement einführen

 

Im 1. Schritt, dem Sondierungsworkshop: Bauen Sie eine individuelle Roadmap auf, wie Sie schrittweise Wissensmanagement einführen sollten. Was ist wichtig für Sie? Was nicht? Welche Schritte sollten Sie zuerst durchführen? Welche eventuell erst später?

Im 2. Schritt veranstalten Sie Workshops zur Konzepterstellung: erarbeiten Sie gemeinsam im Team ein Gesamtkonzept, das die für Sie sinnvollen Methoden auswählt und aufeinander abstimmt, so dass alles zusammenpasst.

Im 3. Schritt halten Sie die Workshops zur Umsetzung: gestalten Sie die jeweils ausgewählten Methoden für Ihren individuellen Fall. Dies können Workshops zur Erstellung von Checklisten oder organisatorischen Richtlinien und Handlungsanweisungen sein, individuelle Programmierung von Software oder auch Schulungen von Methodenkompetenzen.

Im 4. Schritt werden alle Maßnahmen eingeführt. Dies können Sie selbst tun, auf Wunsch begleiten wir Sie dabei kontinuierlich oder erledigen dies komplett für Sie.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen des Wissensmanagements sind wichtig?

Um der zahlreichen Methoden des Wissensmanagements überhaupt Herr werden zu können, haben wir über viele Jahre sämtliche Herausforderungen unserer Kunden gesammelt, sortiert und in anerkannte wissenschaftliche Schemen gebracht.

Somit haben wir es geschafft, ein wissenschaftliches Fundament mit Praxis zu füllen und damit ein Werkzeug zur Verfügung zu haben, welches alle Handlungsfelder und Methoden des Wissensmanagements vollständig abdecken kann. Zudem betrachtet es das Thema von der Praxisseite aus und ermöglicht es, die besten individuellen Lösungen für Sie herauszufiltern.

Unsere eigene Methode basiert auf den folgenden wissenschaftlichen Methoden, aus welchen wir jeweils die praxistauglichen Teile herausgenommen haben und sie in unser Gesamtkonzept zur Einführung von Wissensmanagement gebracht haben. Es gibt zahlreiche weitere Methoden, die aber aus unserer Erfahrung heraus für die Praxis eher untauglich und eher theoretischer Natur sind. Sollten Sie Wissensmanagement einführen wollen, setzen Sie sich bitte mit den folgenden Wissensmanagement-Methoden bzw. wissenschaftlichen Grundlagen dafür auseinander:

  • TOM-Modell nach Bullinger et al.
  • Kernprozesse nach Probst et. al.
  • Reifegradmodell KMMM/KPQM auf Basis des CMMI
  • Information Mapping nach Horn
  • Implizites Wissen nach Polanyi
  • SECI-Modell nach Nonaka/Takeuchi
  • Change Management nach Lewin

Sinnvolle Methoden des Wissensmanagements

Durch die Kombination dieser wissenschaftlichen Grundlagen und unserer Praxiserfahrung mit unseren Kunden haben wir insgesamt 58 Handlungsfelder definieren und strukturieren können:

© 3 Perspektiven GmbH, Wissensmanagement einführen, Wissensmanagement-Methoden

© 3 Perspektiven GmbH, Wissensmanagement-Methoden

Jedes dieser 58 Handlungsfelder verfügt nun seinerseits wieder über verschiedene Methoden des Wissensmanagements. Welche davon nun für Sie geeignet sind, finden wir heraus, indem wir jedes relevante Handlungsfeld aus 3 Perspektiven betrachten:

© 3 Perspektiven GmbH, Wissensmanagement einführen, TOM-Modell bzw. MOT-Modell

© 3 Perspektiven GmbH, Die 3 Perspektiven des Wissensmanagements, TOM-Modell bzw. MOT-Modell

Je nach Rahmenbedingung können wir nun die passendsten Wissensmanagement-Methoden heraussuchen und entsprechend anpassen. Sie können die Methodenauswahl aber auch selbst treffen, stellen Sie sich dazu auf jeden Fall die folgenden Fragen je Handlungsfeld:

  • Welche Bedürfnisse oder Barrieren haben die betroffenen Menschen?
  • Was sind die relevanten organisatorische Rahmenbedingungen, bzw. müssen geschaffen werden?
  • Welche technischen Hilfsmittel wie z.B. Microsoft Office, Microsoft SharePoint, SAP, Intranet, Wikis, MindManager gibt es bereits im Haus, auf welche wir zurückgreifen können oder benötigen

Wie Sie selbst Wissensmanagement einführen können

Es gibt leider eine Menge Stolperfallen, in die Sie stolpern können, wenn Sie das erste Mal versuchen, Wissensmanagement im Unternehmen einzuführen (dummerweise hat man nicht so viele Versuche im eigenen Unternehmen). Und wir wären natürlich schlechte Berater, wenn wir nicht behaupten würden, dass es ohne Hilfe von außen nicht geht. Aber so pauschal kann man das nicht sagen.

Sie können selbstverständlich erfolgreich selbst Wissensmanagement einführen. Wichtig ist dabei nur, dass Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen die wissenschaftlichen Hintergründe der oben genannten Ansätze zumindest kennen, um die Rahmenbedingungen für Wissensmanagement schaffen zu können
  • Sie müssen die gängigen Wissensmanagement-Methoden kennen und abwägen können, was für Ihre tägliche Arbeit funktioniert, hilfreich ist und was nicht.
  • Holen Sie die betroffenen Personen frühzeitig ins Boot und stimmen Sie ein Gesamtkonzept ab, welches sowohl die Rahmenbedingungen für Wissensmanagement schafft als auch die unterschiedlichen Probleme der täglichen Arbeit für jeden (!) Bereich löst.
  • Wählen Sie die geeigneten Wissensmanagement-Methoden aus und passen Sie diese auf jeden Fall nach dem TOM-Modell individuell an.
  • Führen Sie das Konzept schrittweise ein. Überlegen Sie, welche Bereiche zuerst beginnen sollten und wie Sie das Konzept weiter ausrollen. Welche Bereiche sind als nächstes dran, welche Maßnahmen sollen zuerst umgesetzt werden, welche später erst.

Was wir für Sie tun können

Falls Sie diese Punkte nicht abdecken können oder sich unsicher sind, helfen wir Ihnen natürlich gerne. Wir haben verschiedene eigene Wissensmanagement-Methoden und Wissensmanagement-Software entwickelt. Diese beruhen allesamt auf einem akademischen und wissenschaftlichen Ansatz, wir haben diese aber durch über 15 Jahre Erfahrung praxistauglich gemacht. Wir kennen die typischen Probleme, die häufigsten Lösungsansätze und können Ihnen sagen, ob diese auch für Sie in Frage kommen oder angepasst werden müssen.

Zudem haben wir bereits in nahezu allen Branchen und Unternehmensgrößen – gleich ob KMU, Großunternehmen oder Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung – gearbeitet.

 

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