Geschäftsführer Christian Graubner im Interview. Teil 4

Christian Graubner ist Geschäftsführer der 3 Perspektiven GmbH. Die Unternehmensberatung aus Eisenach hat er im Jahr 2014 gemeinsam mit Lars Platzdasch gegründet. Im Laufe des Herbstes hat er bereits viele Hintergründe zu Prozessoptimierung, Personalmanagement, Leadership und Organisationsentwicklung offenbart. Ein Thema ist nun noch offen: das Wissensmanagement. Hier also der vierte und letzte Teil unserer Interviewreihe.

© 3 Perspektiven GmbH, Mitarbeiterinterviews sind die wertvollste Informationsquelle.

Auf ihrer Website bietet die 3 Perspektiven GmbH Leistungen in vier Kategorien an: „Prozessoptimierung und Digitalisierung“, „Organisationsentwicklung und Change Management“, „Personalmanagement und Leadership“ und „Wissensmanagement im Unternehmen“. Vor dem Hintergrund Ihres Slogans „Prozesse optimieren. Menschen verstehen.“ haben Sie uns ja bereits tiefgehende Einblicke in die ersten drei Kategorien ermöglicht. Aber wie gesellt sich nun das Thema „Wissensmanagement“ hinzu?

Graubner: Wissensmanagement ist der Ursprung der ganzen Methodik. In der Vergangenheit wurde Wissensmanagement sehr eng definiert. Eigentlich ging es darum: Ein Mitarbeiter scheidet aus und ein neuer Mitarbeiter kommt. Durch den demografischen Wandel kam das immer häufiger zum Tragen. Das waren klassische Situationen, in denen man Wissenstransfergespräche oder Wissenssicherungsgespräch geführt hat. Wir haben eine Methodik entwickelt, um Wissen, das nirgendwo dokumentiert ist, aus den Köpfen zu bekommen und an die Nachfolge weiterzugeben.

Christian Graubner ist Geschäftsführer der 3 Perspektiven GmbH.

© 3 Perspektiven GmbH, Christian Graubner ist Geschäftsführer der 3 Perspektiven GmbH.

Bei diesen Gesprächen haben wir nach und nach festgestellt, dass immer mehr Informationen geflossen sind als nur die Erfahrungswerte, die sich auf die Aufgabenerfüllung bezogen haben. Da ging es um Personalthemen und um die Führungskraft. Da kamen nach und nach Themen der Digitalisierung auf, zu denen die Mitarbeiter selbst keine Lösung haben, aber sie haben den Schmerz und den können sie erstmal äußern. Dann kamen viele Hinweise zu Prozessoptimierungen, aber auch zu Erfahrungen, Tipps und Tricks, die normalerweise in Prozessdokumentationen oder in einer SOP oder in einer Zertifizierung nicht niedergeschrieben sind.

Das ist also der Ausgangspunkt Ihrer Methodik?

Das ist der Ausgangspunkt. Die Methodik kommt eigentlich daher, dieses Wissen zu bewahren. Wir haben sie nach und nach einfach nur erweitert. Das ist natürlich jederzeit skalierbar. Man kann sie auch klassisch verwenden für Wissenstransfers. Dann macht man eben keine Personaloptimierung oder macht keine Organisationsentwicklung oder macht keine Wissensdatenbank. Das muss man nicht unbedingt.

Wo wir es aber natürlich weitergebaut haben, das ist, wie wir die Ergebnisse zur Verfügung stellen. Zum einen kann das ein Worddokument sein, 100 bis 200 Seiten, ganz geballt: Was ist wirklich zu tun, wenn ich welche Aufgabe erledigen will? Das kann man aber auch auf eine Onlineplattform bringen, wie zum Beispiel ein Unternehmenswiki, ein Firmenwiki, auf eine Wissensdatenbank, wie auch immer man das Kind nennen will.

Umfassende Erläuterungen zu unseren Leistungen finden Sie hier:

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