Boreout am Arbeitsplatz: Wenn Langeweile krank macht

Überforderung, Stress, Schlaflosigkeit, Depression, schließlich Burnout. Das sind Begriffe, die viele Arbeitnehmer kennen und fürchten. Doch was bedeutet Boreout?

© pexels.com, Boreout am Arbeitsplatz

Das Phänomen Boreout ist viel unbekannter als Burnout: Der ständige Blick auf die Uhr, jeder Tag erneut ein Absitzen der Arbeitszeit, die unendlich langsam zu vergehen scheint. Dabei ist der Mitarbeiter unterfordert, erledigt langweilige Routineaufgaben oder hat gar nichts zu tun. Es besteht die Gefahr eines Boreouts.

Boreout am Arbeitsplatz, eine unbeachtete Gefahr

Der Begriff „Boreout“ tauchte erstmals 2007 im Buch „Diagnose Boreout“ der Unternehmensberater Phillipe Rothlin und Peter Werder auf. Er beschreibt eine andauernde Unterforderung in Kombination mit Langeweile und Desinteresse am Arbeitsplatz. Dass auch das Fehlen von Herausforderungen krankmachen kann, erklärt Gernot Langs, Chefarzt der Schönklinik in Bad Bramstedt der Welt am Sonntag: „Unterforderung bedeutet Stress. Ein Arbeitstag, ohne etwas zu tun, kann einen Menschen mehr erschöpfen als ein Tag, der bis obenhin mit Arbeit vollgestopft ist“.

Die Folgen sind erheblich und ähneln den Symptomen eines Burnouts:

  • Ständige Müdigkeit
  • Das Gefühl, nicht kompetent genug zu sein
  • Eine Abnahme des Selbstwertgefühls
  • Leistungsabfall
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Depressionen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Gründe eines Boreouts am Arbeitsplatz sind vielfältig

Dass ein Boreout nicht nur wenige Einzelschicksale betrifft, belegt eine Studie des Personalvermittlers Robert Half. Denn 56 Prozent von 500 befragten Managern schätzen, dass ihre Angestellten etwa acht Stunden pro Woche von ihren Tätigkeiten gelangweilt sind.

Interessant sind die Gründe, die die Führungskräfte hinter der Langeweile vermuten:

  • Zu viele und zu schlecht organisierte Meetings
  • Langweilige Routinetätigkeiten, die als unnötig wahrgenommen werden
  • Zu viele und zu strikte Richtlinien und Prozeduren, die vom Arbeitgeber vorgegeben werden

Besonders betroffen sind vor allem Wissensarbeiter, also Menschen, die keinen körperlichen oder handwerklichen Tätigkeiten nachgehen, sondern meist Büroangestellte sind, die ihr Wissen weitergeben.

Wie wir Ihnen helfen, Boreout zu verhindern

Hilfe bei Boreout

© pixabay.com, Boreout am Arbeitsplatz

Es gibt Wege, Langeweile zu verhindern. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die optimale Gestaltung der Arbeitsprozesse eines Unternehmens und genau da setzen wir an. In Mitarbeiterinterviews werden die Tätigkeiten eines jeden Angestellten erfasst und dargestellt. Die Auswertungen lassen eine detaillierte Analyse des Arbeitsalltags zu, auf deren Grundlage eine individuelle Prozessoptimierung ganzer Abteilungen des Unternehmens erfolgen kann.

Erfahren Sie mehr über unsere Angebote und informieren sie sich zum Thema Prozessoptimierung und was wir für Sie tun können.

Aufschluss geben in diesem Zusammenhang besonders die Zeitangaben, die die Mitarbeiter den einzelnen Tätigkeiten zuordnen, denn diese ermöglichen eine präzise Berechnung der Arbeitsauslastung eines jeden Angestellten einer Abteilung. Zielgerichtet können so Unterforderung, aber auch Überforderung erkannt und durch eine Umverteilung der Arbeitspakete optimiert werden.

Steigern Sie mit uns die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz, indem Sie die individuellen Bedürfnisse und Optimierungshinweise umsetzen. Denn Wertschätzung und Respekt bilden die Grundlage eines vertrauensvollen Arbeitsverhältnisses.

Auch unsere Angebote im Bereich Personalmanagement und Leadership helfen Ihnen, die optimalen Arbeitsbedingungen herauszufinden und aufrecht zu erhalten. 

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